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Holzfassaden: Aufbau und Funktionen der Bestandteile

Holzfassaden: Aufbau und Anordnung der sichtbaren Bekleidung, ihrer Unterkonstruktion und der dahinterliegenden Schutz- und Luftführungsebenen hängen vom gewählten System und der vorhandenen Wand ab.

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Welche Bestandteile erfüllen welche Funktion?

Die Bekleidung bildet die sichtbare äußere Oberfläche. Geschlossene Bekleidungen und Bekleidungen mit offenen Fugen sind unterschiedliche Systeme. Boden-Deckelschalung, Stülpschalung und profilierte Schalungen sind Beispiele geschlossener Oberflächen. Bei offenen senkrechten Fugen können Regen und UV-Strahlung darunterliegende Komponenten erreichen; deshalb benötigen diese eine geeignete zusätzliche Schutzschicht.

Die Unterkonstruktion trägt die Bekleidung und verbindet sie mit dem Untergrund. Hinterlüftung bezeichnet die Luftzirkulation hinter der Bekleidung, die das Trocknen unterstützen soll. Eine wasserableitende Schicht erfüllt eine andere Funktion: Sie führt eingedrungenes Wasser ab. Diese Bestandteile müssen aufeinander abgestimmt werden und sind nicht beliebig austauschbar.

Quellenbeispiel: Holzbau Deutschland – Institut e.V., Februar 2026, PDF-Seiten 2–3: geschlossene Bekleidungen und offene senkrechte Fugen.

Wie unterscheiden sich die beschriebenen Aufbaubeispiele?

Die SOFTLINE-Montageanleitung von Osmo aus Juli 2024 erläutert auf den PDF-Seiten 1 und 2 eine ungehinderte Luftzirkulation hinter der Bekleidung. Für senkrechte Bretter zeigt sie senkrechte Grundlatten und waagerechte Traglatten; für waagerechte Bretter eine senkrechte Unterkonstruktion. In diesem System nimmt die Unterkonstruktion das Bekleidungsgewicht und Windlasten auf. Die Befestigung an der Wand muss zum Untergrund und zum System passen.

Die Planungshinweise von Holzbau Deutschland – Institut e.V. aus Februar 2026 zeigen für offene senkrechte Bekleidungen auf den PDF-Seiten 4 und 5 senkrechte Grundlatten, waagerechte Traglatten und eine dahinterliegende wasserableitende Schicht. Die Unterkonstruktion soll eine rasche Trocknung ermöglichen. Beide Darstellungen sind Beispiele mit eigenem Geltungsbereich; zusammen ergeben sie keine universelle Montageanleitung.

Dämmung ist ein eigener Bestandteil der Projektplanung. Ob sie vorhanden ist oder ergänzt werden soll, muss anhand des tatsächlichen Wandaufbaus geklärt werden. Die beschriebenen Bekleidungsbeispiele legen keinen vollständigen gedämmten Wandaufbau fest.

Fundstellen: Osmo SOFTLINE, Juli 2024, PDF-Seiten 1–2 (Luftzirkulation und Lattung), Seite 2 (Gewicht, Windlasten und Wandbefestigung); Holzbau Deutschland – Institut e.V., Februar 2026, PDF-Seiten 4–5 (Unterkonstruktion und Trocknung).

Welche Projektangaben sollten Sie zusammenstellen?

Beschreiben Sie die vorhandene Wand und den Untergrund, soweit diese bekannt sind. Halten Sie fest, ob eine geschlossene Bekleidung oder offene Fugen gewünscht sind und ob die Bretter senkrecht oder waagerecht angeordnet werden sollen. Ergänzen Sie vorhandene Zeichnungen und die Information, ob eine Dämmmaßnahme vorgesehen ist.

Die Fugenform hilft, die Schutzfunktion hinter der Bekleidung zu klären. Die Brettorientierung beeinflusst die Anordnung der Traglatten und die Luftführung. Befestigungen, Schichtaufbau und Anschlüsse müssen anschließend für das konkrete Gebäude festgelegt werden. Unter Fassadenbau finden Sie die Projektübersicht; über Kontakt können Sie eine unverbindliche Anfrage übermitteln.

Was erfordert eine Planung am konkreten Gebäude?

Aus den qualitativen Beispielen lassen sich keine allgemein gültigen Lattenabstände, Befestigungsmittel oder Bauteilabmessungen ableiten. Ebenso wenig begründen sie eine bestimmte Dämmwirkung, eine Haltbarkeitszusage oder die Eignung einer vorhandenen Wand. Die Unterkonstruktion und ihre Befestigungen benötigen eine zum Projekt passende Auslegung.

Für weitere Fragen stehen die Übersicht zur Holzbauweise, Holzrahmenbau, der Bauweisenvergleich und die Orientierung zur Sanierung zur Verfügung. Bei Bestandsbauteilen muss ihr Zustand unabhängig von der gewünschten neuen Bekleidung beurteilt werden.